Meine kleine Fiery Furnaces Retrospektive Teil 1
• • • • •   (bewertet mit 5 von 5 Punkten)

Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)    Rezension bezieht sich auf: Gallowsbird'S Bark (Audio CD) Als die Fiery Furnaces mit diesem Album das erste mal auf der Bildfläche erschienen, glaubten viele Leute einen veritablen White-Stripes-Nachfolger gefunden zu haben. Ein Geschwisterpaar, dieses mal sogar ein echtes, das unbeholfen scheppernden Garage-Rock fabriziert und lustige Texte schreibt. Sowas wirkte vertraut und wurde sehr gut von den Kritikern und den Käufern angenommen. Das Problem war nur, dass es so mit der Eigenständigkeit der Band noch nicht ganz funktionierte. "Gallowbirds Bark" hörte sich an wie eine Platte unter vielen und schien vordergründig mit dem Strokes/Stripes-Hype zu schwimmen. Vielleicht war es Plan von Eleanor und Matthew Friedberger, sich mit dem ersten Album eine möglichst breite Käuferschicht zu erschließen, um dann mit den nachfolgenden Releases ihr Publikum systematisch zu vergraulen...wer weiß...

Deswegen ist "Gallowbirds Bark" für mich auch noch kein vollwertiges Fiery Furnaces Album, sondern eher eine kleine Lockerungsübung bevor es dann richtig losgeht. Aber eine ungemein spaßige, kurzweilige und in den besten Momenten gar phantastische Lockerungsübung. Schon der erste Song des Albums packt den Hörer beim Kragen. Ein wild gewordenes Klavier eröffnet das Oevre bis dann plötzlich hyperaktive Zerrgitarren einsetzen und Eleanor mit ihrer rauhen Stimme mehr spricht als singt: "When it's sold, you'd better believe it's freezing cold".
Erst zwei Lieder später gibt es dann mit "Up in the north" und "Inca Rag/Name game" die erste Verschnaufpause. Wer hier genau hinhörte konnte schon erahnen, dass die Fiery Furnaces mehr waren als eine beliebige Garage-Band. Da braute sich was zusammen. Für einen kurzen Moment wurden zaghafte Experimente mit elektronischen Geräuschen und ausgefallenen Songsstrukturen gewagt. Nur um kurz danach wieder so zu tun, als würde man den White Stripes nacheifern wollen.
Erst der Rausschmeißer, "Tropical Ice-Land", "Rub-Alcohol Blues" und "We got back the plague" in einem einzigen großen Song verschmolzen, brach wieder aus gängigen Konventionen aus.

Unter dem Strich ist "Gallowbirds Bark" ein gelungener Einstieg für die Fiery Furnaces. Es reihen sich zahllose Songperlen aneinander, die dank rauher Produktion einen besonders ruppigen und wilden Charme versprühen. Rückblickend ist diese Platte jedoch ein bisschen wie "Pablo Honey". Die Musikrichtung ist zwar gänzlich anders, aber ebenso wie bei Radioheads Erstveröffentlichung, kann man sagen, dass die Furnaces auf diesem Album noch nicht zu ihrem Stil gefunden haben. Das was diese Band erst so unvergleichbar werden ließ, wurde erst durch die Nachfolgewerke etabliert. "Gallowbirds Bark" ist lediglich der Grundstein auf dem die Friedbergers ihr kleines Musikuniversum aufbauen, eine kleine Lockerungsübung bevor es dann richtig losgeht.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 29. August 2006
Kundenrezensionen:
3. The Fiery Furnances - Gallowsbird's Bark
2. Geschwister machen Musik
1. Meine kleine Fiery Furnaces Retrospektive Teil 1 (die aktuell angezeigte Rezension)
Zur Übersicht ...
 
Angebote zu
 ab 1 Euro!

Siehe auch folgende Artikel:
Widow City
Sonstige Artikel:
The Catcher in the Rye von J.D. Salinger
Best of Culture Club
Isomatte Selbstaufblasend 200x66x10 cm in Schwarz von Kronenburg Handel GmbH
Mehr zu  Alternative,  Pop,  Rock
Home ...,    
,    Begleitseite ...
Herausgeber dieser Seite ist DomainLoc.com GmbH - Partner von
The domain name furnace.de is for sale or rent! For more information look at DomainDorado.com ...

Copyright © DomainLoc.com GmbH (Impressum)